Amelsbüren bekomme dann die bereits seit langem im Neubaugebiet an der Davertstraße geplante neue Kita. "Das ist eine gute Nachricht für Kinder und Eltern in Amelsbüren."
Drei eigenständige Ortsverbände nennt die CDU im Süden von Münster ihr eigen: Hiltrup, Amelsbüren und Berg Fidel - sie hatten sich zusammengetan, um gestern ihren Neujahrsempfang in der Stadthalle Hiltrup zu gestalten. Der Vorsitzende der Hiltruper Christdemokraten, Jürgen Ohm, nahm die Gäste im Foyer der Halle persönlich in Empfang.
Der Generalsekretär der CDU in NRW, Oliver Wittke, hatte sein Kommen schon im Februar 2010 versprochen. Er sei gern gekommen, um die zu ehren, die der Union in guten wie in schlechten Zeiten die Stange gehalten hätten. Außerdem habe sich die CDU zum Ziel gesetzt, mehr zu diskutieren und zu erklären. Verstärkt wolle man Bürgerversammlungen organisieren. Als gutes Zeichen sah Wittke, dass zu einem Leitantrag zur Schulpolitik 700 Änderungsanträge eingegangen seien. Bei allen neuen Positionen von der Energie- bis zur Lohnpolitik sei die CDU ihrem Markenkern treu geblieben: Die soziale Marktwirtschaft sei erfolgreich, müsse aber heute anders gestaltet werden als zu Ludwig Erhards Zeiten. Als zusätzliches Ziel komme heute die Generationengerechtigkeit hinzu. Scharf griff er die Politik der Landesregierung an: Wenn deren präventive Schuldenpolitik richtig sei, müsse es doch Griechenland gut gehen.
Gerade weil die Kreisverkehre künftig das Entree zu Münsters Süden und auch zum Hansa-Business-Park bilden, macht sich die CDU Gedanken über eine ansprechende Gestaltung. "Der erste Einduck prägt den Gesamteindruck", heißt es in einem Antrag der CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Hiltrup, der jetzt in die parlamentarische Beratung gehen wird. Da sind Ideen gefragt.
Münster-Amelsbüren - „Wie viel Einzelhandel braucht Amelsbüren? Ist es mit einem Discounter getan?“ Diese Fragen stellt die Amelsbürener SPD in den Raum und lädt zu einer Bürgerinformation ein. Gleichzeitig ist mittlerweile klar geworden, dass eine erneute Ausschreibung für einen Discounter-Markt im Neubaugebiet am 7. Februar im zuständigen Liegenschaftsausschuss beraten wird. Das Thema Einzelhandel ist gegenwärtig so heiß wie seit Jahren nicht mehr.
Während CDU und SPD bei einem anderen kommunalpolitischen Thema, einer neuen Turnhalle für Amelsbüren, den engen Schulterschluss übten, ist ein Konsens beim Thema Einzelhandel weit und breit nicht in Sicht. Hier prallen die Ansichten - wie bereits vor zweieinhalb Jahren im Wahlkampf - in unverminderter Härte aufeinander.
Für die CDU bekräftigt der Vorsitzende Martin Schulze-Werner, dass man am Standort im Neubaugebiet festhalten werde. „Wir haben uns in dieser Frage bereits vor den letzten Kommunalwahlen festgelegt.“ Außerdem gebe es für den Standort bereits ein Baurecht - „und das gibt man nicht so leicht aus der Hand“.
Frau Bossler führte die Ortsunion seit 2007 und hatte aus persönlichen Gründen auf eine erneute Kandidatur verzichtet. „Ihre charmante und warmherzige Art ist ein großes Kapital für uns“, so Martin Schulze-Werner. Frau Bossler bleibt der CDU auch weiterhin als Bezirksvertreterin und Mitglied des Vorstandes erhalten.
Anmeldungen für die Reserveliste sind noch möglich.
Münster-Amelsbüren. Im Sommer hatten der Gewerbe- und Handwerkerverein Amelsbüren sowie die CDU Amelsbüren sich für einen Anschluss des Gewerbegebietes Gropiusstraße, des Hansa-Business-Parks und eine verbesserte Busanbindung des Alexianer-Krankenhauses stark gemacht.
Nach verschiedenen Gesprächen in den vergangenen Monaten steht nun fest, dass ab Anfang Januar 2012 zunächst eine Taxibuslinie eingerichtet werden soll, die Amelsbüren mit dem Gewerbegebiet Gropiusstraße sowie dem Hansa-Business-Park und dem Alexianer-Krankenhaus verknüpft. Dieses Ergebnis hat nun Amelsbürens Ratsherr Stefan Weber (CDU) mitgeteilt, der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Münster ist.
Münster-Amelsbüren. Beide sprechen davon, einen Standort zu finden, an dem sich möglichst schnell ein Lebensmittelmarkt errichten lässt. Denn mit einer Einzelhandelsversorgung, die frei von jedem Wettbewerb ist, können sich weder CDU noch SPD abfinden. Beide Parteien befinden sich auch in einem intensiven Meinungsaustausch. Die Wege zum gemeinsamen Ziel jedoch könnten unterschiedlicher nicht sein.
Die CDU verweist auf einen gültigen Bebauungsplan, um einen Lebensmittelmarkt im Neubaugebiet zügig zu realisieren. Gescheitert sei das Projekt in der Vergangenheit nicht am mangelnen Interesse von Investoren oder Betreibern, betont CDU-Ratsherr Stefan Weber. Gescheitert sei es an den Kaufpreiserwartungen der Stadt Münster.
Die drei Ortsunionen im Stadtbezirk Münster wollen ihre strategische und operative Kooperation verstärken. Ein gemeinsamer Neujahrsempfang, ein gemeinsamer Einsatz für wichtige Projekt wie den Erhalt der Stadthalle und die ansprechende Gestaltung des Kreisverkehrs an der künftigen Autobahnausfahrt gehören dazu. Ihre Eigenständigkeit wollen die Amelsbürener, Berg Fideler und Hiltruper Christdemokraten nicht aufgeben. Darauf sind sie stolz, dass es in allen drei Ortsteilen eigene Ortsunionen gibt. Das schafft kein anderer politischer Mitbewerber.
Doch die Probleme, mit denen andere Parteien zu kämpfen haben, holen auch die CDU in Münster ein. Die Mitgliederzahlen schmelzen, der Preis der politisch Aktiven ist überschaubar - und vor allen ein spezielles CDU-Problem - das Durchschnittsalter liegt eher bei 70 plus als bei 60 plus. Gemeinsam ist man stärker. " Wir wollen an einem Strang ziehen", sagt Amelsbürens CDU-Chef Martin Schulze-Werner. " Das ist neuer Versuch, der auch wichtig ist", unterstützt Josef Alichmann für die CDU in Berg Fidel das Vorhaben.
Ein bisschen stolz sind sie, dass sie mit diesem Konzept in Münster die Nase vorne haben. Allmählich beginnt auch die Kreispartei dafür zu plädieren, dass die Ortsunionen stärker kooperieren. So ist es für den Hiltruper CDU-Vorsitzenden Jürgen Ohm selbstverständlich, dass zu dem ersten Neujahrsempfang, den die Hiltruper am 22. Januar in der Stadthalle Hiltrup organisieren, auch die Amelsbürener und die Berg Fideler eingeladen sind. Gefeiert wird das 60jährige Bestehen der Hiltruper CDU, deren Gründung im Herbst 1951 stattgefunden hat, wie Jürgen Ohm sagt. Aber auch die langjährigen Mitglieder der Ortsunionen sollen gemeinsam geehrt werden.
Nicht zuletzt will man ein stattliches Bild abgeben, wenn mit Oliver Wittke der Generalsekretär der NRW-CDU als Ehrengast begrüßt wird. Nach Polenz, Laumann und Sternberg, die beim Sommerfest zu Gast waren, ist Wittke das nächste politische Schwergewicht, das binnen kürzester Zeit nach Hiltrup kommt.





